CIE

Die CIE (Commission Internationale de l'Eclairage) definierte im Jahre 1931 (CIE 1931) drei Primärfarben, welche die Farben Rot, Grün und Blau bei der Mischung der Farben ersetzen sollten. Die drei neu definierten Primärfarben: X, Y und Z beschreiben einen 3 - dimensionalen Farbraum. Projiziert man diese auf eine Ebene, so erhält man das CIE - Farbdiagramm, das die Form eines Hufeisens besitzt.

Eine wichtige Verwendungsmöglichkeit des CIE - Farbdiagramms ist die Definition von Farbpaletten. Diese sogenannten Gamuts, z.B. RGB oder CMYK, können in dem Diagramm angezeigt werden.

Im Jahr 1964 wurde ein CIE - Normvalenzsystem (CIE 1964), entwickelt, das ein Sichtfeld von 10° einschließt, und damit das typischere Weitwinkel-Sichtfeld des Menschen berücksichtigt.

 

CIE-Farbdiagramm

CIE Farbdiagramm

Wie ist das Diagramm aufgebaut?

Die charakteristische, hufeisenförmige Kurve basiert auf der Funktionsweise des menschlichen Auges, das Farben über drei Zapfentypen (für Rot, Grün und Blau) wahrnimmt. Da eine dreidimensionale Darstellung im Alltag unpraktisch ist, filtert das Diagramm die Helligkeit (Luminanz) heraus und konzentriert sich rein auf die Farbeigenschaft (Chromatizität).

  • Die X-Achse (x): Steht vereinfacht für den Anteil von Rot.
  • Die Y-Achse (y): Steht vereinfacht für den Anteil von Grün.
  • (Der Blauanteil z muss nicht eingezeichnet werden, da sich die drei Werte immer zu 1 ergänzen: x + y + z = 1)

Wichtige Bereiche und Punkte im Diagramm

  • Der Spektralfarbenzug (Die äußere Kurve): Die gekrümmte obere Linie repräsentiert die reinsten, monochromatischen Farben des Lichts (gemessen in Wellenlängen von ca. 380 bis 780 Nanometern).
  • Die Purpurlinie (Die untere gerade Linie): Verbindet das extreme Violett mit dem extremen Rot. Diese Farben kommen im Lichtspektrum so nicht vor; sie entstehen nur in unserem Gehirn, wenn rotes und blaues Licht gleichzeitig das Auge reizen.
  • Der Weißpunkt (Unbuntpunkt): Liegt im Zentrum des Diagramms (bei den Koordinaten x ≈ 0,33 und y ≈ 0,33). Hier mischen sich alle Farben zu einem neutralen Weiß oder Grau.

Warum ist es so wichtig? (Anwendungsbereiche)

Das CIE-Diagramm ist unverzichtbar für das Farbmanagement in der Digitaltechnik. Da Kameras, Monitore und Drucker Farben unterschiedlich erzeugen, nutzt man das Diagramm als universelle Referenz, um Farbräume (Gamuts) zu vergleichen.