CMYK - Farbraum


CMYK ist ein Farbmodell, das für den Vierfarbdruck entwickelt wurde, wobei C für die Farbe CYAN, M für die Farbe Magenta, Y für die Farbe Yellow und K für die Schlüsselfarbe Key steht, wobei diese meistens Black also schwarz ist.

CMYK ist ein substraktives Farbmodell, das komplementär zum additiven Farbmodell RGB verstanden werden kann. Bei CMYK mischen sich die Farben theoretisch zu Schwarz, ähnlich wie im Wassermalkasten, während sich bei RGB die Farben zu Weiß addieren. Tatsächlich eignen sich die Farben CMY zusammengemischt nicht für ein echtes Schwarz, so dass hier Schwarz hinzugemischt wird. Außerdem ergibt sich ein Problem durch die Benetzung des Papiers, denn alle Farben übereinandergedruckt überfordern die Aufnahmefähigkeit des Papiers und das kann vor allem bei der hohen Geschwindigkeit einer Druckmaschine zu Verwischen oder Zerreisen des Papiers führen. Diese Problematik tritt auch bei Tintenstrahldruckern auf, z.B. zu nasses und damit welliges Papier, und mit der Ergänzung durch eine schwarze Kartusche kommt ein weiterer großer Vorteil hinzu, denn schwarze Tinte spart Farbe und da sie günstiger ist spart sie damit erheblich Kosten.

In der Praxis wird beim Vierfarbdruck von der Euroskala gesprochen, auch wenn der Begriff korrekterweise ISO-Skala mit der Normierung ISO 2846 lauten müsste.

Da CMYK im Farbraum CIE die kleinste Abdeckung erreicht, ist es empfehlenswert Bildbearbeitungen am Computer im RGB Modus durchzuführen und erst zum Schluss in den CMYK-Modus zu konvertieren. Außerdem flacht der Schwarzanteil beim Aufhellen im CMYK-Modus zu sehr auf ein flaues Grau ab, weswegen der RGB-Modus bessere Ergebnisse liefert.

CMYK

Bei einem Posterdruck oder der Erstellung eines Werbebanner und andere Werbemittel aus dem Bereich Print, sollte man sich der Tatsache bewusst sein, dass die Druckerei alle Daten in CYMK benötigt. Der jeweilige Grafiker kann andere Profile mit Hilfe von spezieller Software, wie zum Beispiel Photoshop, umwandeln. Doch ist natürlich nicht nur der CMYK-Wert für die Produktion und somit eine erfolgreiche Auftragsbearbeitung wichtig. Die gewünschten grafischen Informationen müssen unbedingt in der richtigen Qualität an die Druckerei übermittelt werden. Hierbei sollte man darauf achten, dass es sich um ein grafisches Dateiformat handelt. Zu diesen Formaten gehören zum Beispiel JPEG, TIFF oder PDF, jedoch nicht Word- oder Exceldokumente. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Auflösung. So sollte unbedingt darauf geachtet werden, eine Grafik nicht kleiner als mit 300 dpi an die Druckerei zu liefern. Wenn man sich mit dem Auftrag jedoch von Beginn an, an einen Fachmann wendet, muss man sich darüber meist keine Gedanken machen.

Präsentieren lassen sich Werbemittel in verschiedenen Formen. So gibt es die Werbeartikel, bei denen ein Firmenlogo mithilfe von Sieb-, Tampon- oder Metallgravur auf dreidimensionale Formen gedruckt werden müssen, z.B. bei Kugelschreibern. Hier kommen dann auch Sonderfarben wie Pantone oder HKS-Farben zum Einsatz. Oder es wird über chemische Verfahren auf metallische Oberflächen geätzt.

Das weiteren gibt es Messestände, die mit großen Plakatwänden bestückt werden oder farbgetreue Logos in Hauswandgröße auf der Messe zur Schau stellen. Diese werden auch gerne über Plotter im Digitaldruck gemacht, da man hier bei den geringen Auflagen viel Geld sparen kann. In diesem Fall kann ein korrektes Colormanagement optimal an einer einzigen Workstation eingerichtet werden.



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